Letzte Sportstunden am 2. Februar 2016

Am Dienstag, dem 2. Februar 2016, werden unsere Sportstunden zum vorerst letzten Mal stattfinden und auch das Projekt „Sport und Ernährung für Kinder mit AD(H)S“ als Ganzes wird auf absehbare Zeit nicht mehr angeboten, da dessen Initiatorin und Leiterin Frau Prof. Dr. habil. Gudrun Ludwig ihre Professur an der Hochschule Fulda zum Ende des Wintersemesters 2015 / 2016 niederlegen wird.

Sollte das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt in der ein oder anderen Form wieder realisiert werden, wird natürlich u.a. auf dieser Website eine entsprechende Mitteilung vorzufinden sein.

An dieser Stelle gilt unser Dank nicht nur allen unseren (ehemaligen), insgesamt über 100 kindlichen Teilnehmern, deren Eltern und Familien sondern selbstverständlich auch den Kolleginnen und Kollegen, MitarbeiterInnen, Studierenden und guten Geistern, die es ermöglicht haben, dass das Projekt „Sport und Ernährung für Kinder mit AD(H)S“ während der ziemlich genau 9 Jahre seiner Existenz sowohl in fachlich-wissenschaftlicher als auch in (zwischen)menschlicher Hinsicht ein voller Erfolg geworden ist!

Vielen Dank :-)

„Keine Zeit mehr zum Ausflippen“ – Artikel in SPIEGEL WISSEN 2 / 2015

Seit dem 28. April ist die Ausgabe 2 / 2015 des Magazins SPIEGEL WISSEN im Handel erhältlich, welche sich ganz dem Thema „Bewegung!“ widmet.
Unter anderem beinhaltet diese Ausgabe auch den Artikel „Keine Zeit mehr zum Ausflippen“, in welchem es im Rahmen sportbezogener Therapieansätze bei kindlicher AD(H)S neben einer Studie der Universität Regensburg und den Untersuchungen einer Berliner Sportschule / Jui-Jitsu-Gruppe ausschließlich um das Projekt „Sport und Ernährung für Kinder mit AD(H)S“ der Hochschule Fulda geht.
Dabei kommen die Eltern der uns anvertrauten Kinder mit ihren Erfahrungen genauso zu Wort wie natürlich auch unsere Projektleiterin Prof. Dr. Gudrun Ludwig, um beispielsweise die Konzeption unseres Sportangebots näher zu erläutern, wie in folgendem Auszug von Seite 54 der Ausgabe:

„Ziereis [Sportwissenschaftlerin der Universität Regensburg – Anm. d. Verf.] sagt: „Körperliche Aktivität bringt ADHS-Kindern auf jeden Fall etwas. Die Sportart scheint dabei gar nicht so wichtig zu sein.“
Entscheidend ist vielmehr, wie das jeweilige Training geplant und organisiert ist. [Hervorhebung durch den Verf.] Diese Erfahrung hat Sportwissenschaftlerin Ludwig in Fulda gemacht: „Impulsive Kinder kann man nicht ohne Weiteres in den Fußballverein schicken“, sagt sie. „Wenn die zu zehnt in einer Reihe warten sollen und einer macht was vor, dann geht das schief.“ Erics Mutter kann es bestätigen. Ihren Sohn, der leidenschaftlich gerne kickt, hat sie im Verein angemeldet, aber im Training gebe es regelmäßig kritische Situationen. […]
Ihre Sportstunden in Fulda hat Gudrun Ludwig so geplant, dass man nicht anstehen oder warten muss. „Wir stellen immer sehr klare Aufgaben“, sagt sie, „die Kinder haben keine Zeit mehr zum Ausflippen.““

Die besagte Ausgabe des Magazins SPIEGEL WISSEN ist übrigens auch über die kostenlose digitale Ausleihplattform Onleihe verfügbar.

Externe wissenschaftliche Publikationen: Ernährung und AD(H)S

In erster Linie für Fachleute – aber natürlich auch für interessierte Laien – listen wir in folgender Tabelle externe wissenschaftliche Publikationen zum Themenbereich „Ernährung und AD(H)S“ auf, wobei wir uns hauptsächlich auf Metaanalysen, begutachtete Publikationen („Review“) und systematische Übersichtsanalysen („Systematisches Review“) beschränken werden.
Dadurch möchten wir einerseits vermeiden, die Anzahl der aufgeführten Publikationen unnötig aufzublähen, andererseits aber natürlich auch sicherstellen, einen gleichmäßig hohen Qualitätsstandard aller verlinkten Inhalte gewährleisten zu können. Weiterlesen

Magnesiummangel als potentielle Ursache kindlicher AD(H)S

In einem Interview1 mit der Zeitschrift „DIE PTA IN DER APOTHEKE“ erläutert Dr. Angela Weigert, wie sich ein Mangel des Mineralstoffs Magnesium hinter den Symptomen einer kindlichen ADS / ADHS verstecken beziehungsweise wie die Gabe eben dieses Mineralsstoffs bei verhaltensauffälligen Kindern zu einer Verbesserung der Symptomatik führen kann:

„Die Magnesiummangel-Symptomatik (z.B. Unruhe, Nervosität, Übererregbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen) ist der ADHS-Symptomatik (Hyperaktivität, Impulsivität, Konzentrationsstörungen) sehr ähnlich. […]
230 Kinder mit funktionellen, neurovegetativen und zum Teil hyperaktiven Beschwerden wie Konzentrationsschwäche […] wurden drei Wochen lang entweder mit Magnesiumaspartat-hydrochlorid oder mit einem Aktivplacebo (Kalzium) behandelt. Die Magnesiumtherapie zeigte einen statistisch signifikanten Erfolg bei 80 Prozent der behandelten Kinder. Diese Studie belegt, dass es wichtig ist, bei ADHS-Kindern auch an Magnesium zu denken. 1 [Hervorhebung durch den Autor] Weiterlesen

Wirkmechanismen von Sport für AD(H)S

Es liegen bisher kaum Untersuchungen vor, die den Nutzen von Sport zur Verhaltensbeeinflussung von hyperaktiven Kindern belegen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist das Herausfinden der Wirksamkeit unterschiedlicher Sportangebote auf die Beeinflussung von Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität bei Kindern. Weiterlesen